Gustav Ritter, ein glühender Verehrer von Adolf Hitler


  

     
                  "Das Haus der Ritters liegt in der Marktstraße nur unweit von der Rehberger Brücke. An dieser Brücke wurden
                  in den letzten Kriegstagen Sprengladungen angebracht. Die Stadt sollte für eine Verteidigung vorbereitet werden.
                  Die Anwohner der Brücke wurden evakuiert. Die Flüchtlingsfamilie Kießling wurde in ein Zimmer über dem Kaufhaus
                  Ramelow eingewiesen. „Es machte sich eine allgemeine Unruhe breit, denn die Amerikaner hatten fast Ludwigslust
                  erreicht und die sowjetischen Truppen kamen bedrohlich näher.
                 Am 20. April aber gab es eine Sensation für uns. Herr Ritter hatte zu Hitlers Geburtstag sein großes Führerbild
                 in ein Fenster seines verlassenen Hauses gestellt und mit Blumen geschmückt.
Die Passanten drückten sich
                 schnell an dem Haus vorbei, denn keiner konnte diese Demonstration werten. Es war auch die letzte Tat des Hausherren.
                 Als knapp zwei Wochen später die Nachricht von Hitlers Tod verbreitet wurde, folgte er mittels Gift eine Woche nach der
                 bedingungslosen Kapitulation."
                Zitat aus Gerda Kießling: Bilder aus dem Kopf, Berlin 1997
 

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