Realschule, 1924 - 1945

   
 
  
Während des 1. Weltkrieges bedingten Kohlennot und Einbeziehung von Lehrkräften zum
   Militärdienst eine Zusammenlegung von Klassen im Progymnasium. Die Abnahme der
   Schülerzahl und ein geringes Interesse, Latein zu lernen, veranlasste den Beschluss der
   Stadt, das Realprogymnasium zu einer Realschule mit wahlfreiem Lateinunterricht
   umzubauen. Diese Umbildung war 1924 abgeschlossen.

   1927 übernahm Studiendirektor Max Breul die Leitung der Schule.

   Nach Eingehen der Höheren Mädchenschule stieg die Schülerzahl an der Realschule von
   bisher 100 bis 110 auf 150 bis 170. Die Räume reichten nicht mehr aus. Die Anschaffung
   sehr vieler Unterrichtsmittel erforderten besondere Sammlungszimmer. Eine Erweiterung
   der Schule wurde dringend notwendig und durch einen Anbau realisiert.

   Studiendirektor Breul schreibt dazu:

  „Was bringt uns nun der Anbau? Er gibt uns im 1. Stock einen Zeichensaal, der auch als Raum für die Nadelarbeit dient und zum Verdunkeln für
  Lichtbildervorführungen eingerichtet wird. Hierdurch wird wieder der Saal entlastet und kann zu einem wirklichen Festsaal ausgestaltet werden. Im
  Erdgeschoß entsteht neben einem Sammlungsraum ein neues, noch größeres Physikzimmer, das ebenso wie der Saal für Bildwerfer eingerichtet wird.
  Das jetzige Physikzimmer wird Klasse. Die kleinste Klasse steht dann als 2. Sammlungszimmer zur Verfügung. Wir werden nach dem Anbau je ein
  Sammlungszimmer haben: für Physik, für Biologie und für die kulturkundlichen Fächer, haben außerdem ein Zimmer für die Bücherei und das Archiv,
  das gleichzeitig als Arbeitsraum für die Schreibhilfe und als Warteraum für die Elternbesucher dienen wird. Mit einem Schlage werden die größten Mängel
  beseitigt und das mit den geringen Kosten von 28500 RM."

 

Lehrerkollegium  1926/27
 

Stehend, von links nach rechts:

Studienassessor Dr. Rugenstein, Studienreferendar Krempien, Studienrat Gerandt, Seminarlehrer Schubert

 
 

Sitzend, von links nach rechts:

Seminarlehrer Wollbrandt, Studienrat Schwenzer, Studienrat Kurz, Studienrat Röpcke



Aus heimatgeschichtlicher Sicht möchten wir besonders
auf Studienrat Kurz hinweisen, der eine Vielzahl von
Veröffentlichungen über Grabow vorgenommen hat,
siehe das Literaturverzeichnis über Grabow.


   
    Im Jahre 1938 waren folgende Lehrer an dieser Schule tätig:

    Studiendirektor: Max Breul
    Studienräte: Wilhelm Schwenzer, Oskar Kurz, Dr. Walter Schmidt, Dr. Walter Rehm, Dr. Rudolf Zettler

 

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