Vom Lehrer zum Minister ...

  
     Zwei in Grabow tätige Lehrer hat ihr späterer beruflicher Weg bis zum Minister in der DDR bzw. in der Landesregierung Brandenburg geführt.

    
     Hans-Joachim Laabs
    
     Neulehrer, Schulleiter, Schulrat, Minister für Volksbildung ....
     geb. 1921 in Regenwalde in Hinterpommern,
     gest. 2009 in Schöneiche bei Berlin

     Der Bäckerssohn wuchs in Kolberg auf, wo er 1939 sein Abitur ablegte.
     Im selben Jahre trat er der NSDAP bei und wurde zum Reichsarbeits-
     dienst eingezogen. Während des anschließenden Dienstes bei der
     Wehrmacht wurde Laabs wegen kommunistischer Umtriebe und
     Wehrkraftzersetzung zur Frontbewährung verurteilt.

     Als Kriegsgefangener kehrte er 1945 aus den USA zurück und begann im
     mecklenburgischen Hornkaten eine Tätigkeit als Neulehrer.
     Im Jahr 1946 wurde Laabs Mitglied der SED.
     1947 war er Schulleiter in Grabow in Mecklenburg, ein Jahr später
     Schulrat des KreisesUeckermünde und ab 1949 in der Stadt Schwerin.
     1950 wurde Laabs zum Hauptabteilungsleiter Erziehung und Unterricht
     beim mecklenburgischen Volksbildungsministerium ernannt und im
     selben Jahre Minister für Volksbildung in Mecklenburg.

     1952 wurde Laabs Staatssekretär im Ministerium für Volksbildung der
      DDR. In dieser Zeit war Laabs 1954 vorübergehend amtierender Minister
      für Volksbildung.
     1958 wurde Laabs wegen Revisionismus  des Amtes enthoben.

      Bis 1963 war er Bezirksschulrat in Frankfurt (Oder) und anschließend
      stellvertretender Hauptdirektor des Verlages Volk und Wissen.
      1966 hat Laabs am Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut Berlin
      promoviert.
      1973 wurde Laabs Hauptdirektor des Verlags Volk und Wissen;
      gleichzeitig übernahm er die Leitung des Bereiches Internationale
      Bildungspolitik an der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften.
      1981 erhielt er die Ernennung zum Professor für Internationale
      Bildungspolitik an der APW.
      Ein Jahr später trat er in den Ruhestand.
      Laabs lebte bis zu seinem Tode in Schöneiche bei Berlin.

        Alwin Ziel

      Lehrer, Jurist, Minister a. D.;
      geb. 1941 in Quernau in Westpreußen,
      verw., 2 Kinder, evangelisch

 

1960 bis 1965 Lehrerstudium an der Pädagogischen Hochschule Güstrow

1965 bis 1975 Lehrer an der Friedrich-Rohr-Oberschule Grabow

1975 bis 1985 Lehrer an der Fachschule für Ökonomie Rodewisch, Außenstelle Berlin

1980 bis 1985 Studium der Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt-Universität zu Berlin

Ab März 1990 Mitglied der Volkskammer der DDR, parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Arbeit und Soziales der DDR

Mitglied des Landtages Brandenburg seit Oktober 1990

1990 bis Oktober 1999 Minister des Innern und stellvertretender Ministerpräsident in Brandenburg

Oktober 1999 bis August 2002 Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen in Brandenburg

 

 

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