Höhere Töchterschule Johanna Berg

   
   Ab 1848 gab es in Grabow eine höhere Privatschule für Knaben und Mädchen. Diese
   Schule wurde von Lehrer Schaeffer gegründet. Die Klassenräume befanden sich in der
   Kirchenstraße  23.

  1868 erfolgte eine Trennung von Jungen und Mädchen. Die Mädchen verblieben in der
  Privatschule, die Knaben siedelten in die neu gegründete städtische höhere Knabenschule
  über.

  Als 1887 Lehrer Schaeffer aus Altergründen seine Tätigkeit in der Privatschule aufgab,
  übernahm 1888 die bisherige Vorsteherin Fräulein Berg die Privatmädchenschule. Das
  stete Wachstum dieser Schule führte 1896 zu einem Schulhausbau in der heutigen
  Goethestraße neben der Turnhalle.
  Die Schule hat sich in den folgenden Jahren zu einer 10-klassigen Vollanstalt entwickelt.
  1924 besuchten 140 Schülerinnen diese Privatschule. Sie wurden von 4 Vollkräften und 3
  Hilfskräften unterrichtet. An dem Sprachunterricht waren vielfach englische und
  französische Lehrerinnen beteiligt.

 

Der Charakter dieser Schule spiegelt sich in nebenstehendem Bild wider.

 

Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt

 

1924 berichtet die Schulvorsteherin Johanna Berg:

"Von den vielfachen Sendungen der Schülerinnen an unsere tapferen Feldgrauen zeugen die zahlreichen Antworten in Poesie und Prosa, die gesammelt von der Schule in hohen Ehren gehalten werden. Mehrfache feierliche Bewirtungen verwundeter Krieger fanden in den Lazaretten in Ludwigslust und hier im Schulsaal statt."




                                                                                                                                        Abschlussklasse im Schuljahr 1921:

   

      

 

 

 

 

 

 

       Untere Reihe, dritte von links:
       Gertrud Schering geb. 19.3.1897

 

 

                                                                                                             Von links nach rechts:   Lehrerinnen Wille, Hinkfoth, Kaphengst, Vorstand Johanna Berg
                                                                                                             Von links nach rechts:   Felizitas Poll, Irmgard Staude, Anni Kassow, Anni Krüger
                                                                                                             Von links nach rechts:   Carla Langschmidt, Else Ehlers, Trudi Bilipp, Elfriede Lange,
                                                                                                                                                 Marie Luise Schultz, Hildegard Becker
                                                                                                             Links unten: Meta Platt, unten stehend: Ilse Plog, rechts unten: Margot Thiele
 

                                An der Töchterschule wurden jedes Jahr Theaterstücke einstudiert und zu besonderen Anlässen öffentlich aufgeführt.

 

                                   In den Kriegsjahren 1914 bis 1918 fanden mehrfach feierliche Bewirtungen verwundeter Krieger in den Lazaretten in
                                   Ludwigslust und in der Schule statt. In der vorderen Reihe sitzen die Lehrkräfte der Schule.

                                                                                                                                 Quelle der oberen 4 Fotos auf dieser Seite: Frau Stolzenburg Grabow
                                                                                                                                                                            Quelle der unteren 3 Fotos auf dieser Seite: Herr Dr. Wolf-Meinhard Becker, Mözen
 

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