Der "Sackträger" vor der Wille'schen Mühle

  
Johann Friedrich Wille betrieb seit 1821 in Grabow eine Korn-, Sämereien- und Materialienhandlung. Für seinen zweiten Sohn Georg gründete er ein gleichartiges Geschäft unter dem Namen Georg Wille. Dieser erweiterte das Geschäft durch andere Handelsartikel wie Künstlichen Dünger und Futtermittel.

Im Jahre 1880 übergab Georg Wille sein Geschäft seinem ältesten Sohne gleichen Namens. Dieser erweiterte das väterliche Geschäft, errichtete 1885
eine Schrotmühle. 1886 baute er die Mühle zu einer Handelsmühle aus und führte in den folgenden Jahren die nötigen Speicherneubauten aus.
Die Firma war trotz kleinerer Anlagen die erste, die in Grabow eine elektrische Licht- und Kraftanlage aufstellte. Bemerkenswert ist, das die Elektroenergie nicht nur mit einer Dampfmaschine sondern bereits 1900 mit einem Windrad gewonnen wurde.






 

 

 

 

 

 




    Die Plastik mit der Bezeichnung "Tägliche Mühe" hatte der frühere
    Mühlenbesitzer vor langer Zeit erworben. Sie wurde von Joh. Neiberg 1892
    entworfen. Sie stand viele Jahrzehnte vor der Wille'schen Mühle, wurde in den
    70er Jahren auf der Grünanlage neben dem Rathaus aufgestellt und kehrte in den
    80er Jahren wieder an ihren angestammten Platz zurück.

   

   

 

 

  Nach der Wende wurde sie offenbar von den Alteigentümern
  entfernt.
  Vor den verfallenen Gebäuden der ehemaligen Mühle wäre sie
  auch heute kein Schmuckstück mehr. An einem würdigen Ort in
  Grabow hätte sie jedoch an die Mühlentradition aus vergangener
  Zeit in Grabow erinnern können.
                                              

 

 

 

 

                                                               

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