Nachdenkliches

  
    
Unglaubliches

 
Im Ludwigsluster Tageblatt wurden am 20. Februar 2017 aktuelle
   Neuheiten über die Gestaltung von Grabow verkündet:
   „Auf der Freifläche am Ortseingang zwischen B 5 und Ludwigsluster
   Chaussee wird ein besonderes Gestaltungselement seinen Platz finden.
   Es ist eine Skulptur, die einem umgekehrten Fachwerkhaus gleicht. Und
   ihre Aufstellung wird zu einem der Höhepunkte der Grabower
   Neugestaltungsbemühungen in diesem Jahr. Das Kunstwerk des
   Bildhauers  Reinhard Buch soll die Verbindung von Moderne und
   Vergangenheit zeigen.
   „Die sieben Meter hohe Skulptur ist zugleich Tradition, Innovation, Tanz und
   Spiel – praktisch das ganze Spektrum einer lebendigen Stadt, an deren
   Eingang sie Besucher wie Einheimische begrüßt“, sagt Stefan Sternberg.
   Gleichzeitig soll das Motiv als Logo für das neue Gewerbegebiet dienen.“

   Die Resonanz auf diese Ankündigung war sehr umfangreich.
   Bei facebook gab es sehr viele Wortmeldungen, aber kaum etwas
   Positives.

   Die Skulptur ähnelt gewiss nicht einem umgekehrten Fachwerkhaus. Es ist
   die Vereinigung der Kantenmodelle einer quadratischen Pyramide und eines
   Würfels in Form einer massiven Stahlkonstruktion. Für mich sind weder 
   Innovation noch Tanz und Spiel erkennbar, ganz zu schweigen vom Spektrum
   einer lebendigen Stadt.

   Das Motiv soll als Logo für das neue Gewerbegebiet dienen. Beim Betrachten dieser Stahlkonstruktion fallen mir nur zwei
   Grabower Firmen ein, „Stahlhandel Prosch KG“ und „Stahl- und Metallbauunternehmen Holke“, die aber beide nicht im
   Gewerbegebiet zu finden sind.
  
Ich hätte mir gewünscht, dass die Einwohner von Grabow stärker in die Ideenfindung für die Gestaltung einer solchen
   Skulptur einbezogen worden wären und dass der Künstler seine Entwürfe öffentlich vorgestellt und diskutiert hätte. Der
   bisherige Entwurf dieses „Kunstwerkes“ entspricht nicht den Zielstellungen, er gefällt mir und vielen Grabowern nicht
   Die beste Bezeichnung für diese Skulptur ist:  Grabow steht Kopf.  

   Über ein neues Wahrzeichen von Grabow kann man sich viele Gedanken machen. Spricht man mit Auswärtigen, so fallen schnell folgende Stichworte:
   - Grabow ist doch die Stadt, wo die Küßchen herkommen,
   - Grabow hat ein tolles Waldbad;
   - Grabow liegt doch an der Elde, dort haben wir mit dem Wohnwagen oder dem Boot halt gemacht,
   - In Grabow findet man in der Innenstadt eine Reihe vorbildlich sanierter historischer Fachwerkbauten.
   Aber viel mehr wird man wohl auch nicht hören.

 
Wenn man sich die vorgeschlagene Skulptur genauer ansieht,
die als neues Wahrzeichen der Eldestadt Grabow geplant ist, kamen mir folgende Gedanken:

Da hat man wohl den separat stehenden Kirchturm von
Sargleben, 14km von Grabow entfernt, als Vorbild genommen
und auf den Kopf gestellt.

Freuen werden sich höchstens einige Mathematiklehrer, die in
der 9. Klasse Aufgaben zu solchen Körpern stellen.

 

 

 

 

 

 

   
   
    Über Kunstwerke sind die Meinungen oft unterschiedlich. Auch nach Diskussionen mit
    verschiedenen Bürgern aus Grabow hat sich meine Meinung nicht geändert:
    Eine solche Skulptur braucht Grabow nicht, Wir lassen uns aber überraschen und haben
    demnächst wieder einmal etwas zu lachen.                            U. Sonnemann 2.03.2017

 

 

 

 

     Eine merkwürdige Stahlkonstruktion

 

       Zwischen der Marktstraße und der Rosestraße wurde auf dem Grundstück ehemals Marktstraße 5 ein Durchgang in Form eines Gehweges geschaffen.
       Das Grundstück wurde zur Marktstraße mit einer Stahlkonstruktion begrenzt.

       - Ist das ein Kunstwerk?
       - Es ist schmucklos, sehr massiv und sicher haltbarer als die nebenstehenden Fachwerkhäuser .....
       - Die Stahlträger sind nur verschraubt, vielleicht hat man geplant, die Konstruktion beizeiten wieder zu entfernen?
       - Passt die Gestaltung zu den Nachbarhäusern in der Marktstraße?
       - Welche Position vertritt die Denkmalpflege hierzu?

       - Sicher wollte der Architekt mit diesem Gerüst auf den Charakter von Grabow als Fachwerkstadt hinweisen ........
         Wenn das beabsichtigt ist, hätte ich mir eine wirkliche Gestaltung als Fachwerk gewünscht, eine etwas niedrigere Ständerhöhe mit unterschiedlicher
         Ausfachung, mit Lehmstaken, mit Lehmsteinen und mit gebrannten Ziegeln. An diesem Gerüst hätte man für Besucher typische Merkmale des
         Grabower Fachwerkes erklären können, siehe Flyer  "Fachwerkstadt Grabow i. Meckl." von Annett Ohm.
         Für den Durchgang würde sich bestimmt noch eine Gaslaterne finden lassen, wie sie an vielen Stellen vor 100 Jahren in Grabow angebracht waren.
         Noch leichter wäre eine Schwengelpumpe zu finden, mit der noch vor 100 Jahren die Wasserversorgung in Grabow erfolgte.
         12eckige Betonmasten der Firma Dyckerhoff & Widmann aus Dresden, die als Strommasten ab 1922 die Stadt zierten, wären auch etwas besonderes.

         Und so sah die Marktstraße aus, wie die Lücke noch geschlossen war, ein Fachwerkhaus mit dem Geschäft von Schlachter Vollus ........
    
         

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