Ein Kriegerdenkmal vor dem ehemaligen Realprogymnasium


 Das Kriegerdenkmal neben der ehemaligen Schule wurde am 18.10.1881
 aufgestellt. Es ist ein Zeichen des Sieges im Deutsch-Französischen Krieg
 1870/71, ein Zeichen des Triumphes, weniger ein Gefallenendenkmal.

 Die Namen der sechs Gefallenen im Krieg 1870/71  aus Grabow waren
 auf einer Tafel im unteren Teil des Siegerdenkmales verzeichnet.
 Ihre Namen finden wir auch heute noch auf einer Gedenktafel in der Kirche,
 siehe unten.
 
 1872 bildeten die 53 Kriegsteilnehmer von 1870/71 aus Grabow einen
 Kriegerverein. Ab 1873 wurde jährlich der Sedanstag gefeiert.

 Das Kriegerdenkmal war kein besonderes Kunstwerk, es war ein Denkmal
 wie es Hundertfach in Deutschland aufgestellt wurde.
 Dem damaligen nationalen Selbstverständnis zufolge zieren solche Ehren-
 male oft Victoria, Germania oder Adler. Es war ein Zeichen der Militari-
 sierung, die Deutschland unter Kaiser Wilhelm II. erfuhr.

 Das schadhaft gewordene Denkmal wurde etwa 1970 entfernt.

       Heute sind einige Überreste dieses Siegerdenkmals im Keller des
       Generationenhauses  "Fritz Reuter" ausgestellt.

       Dort haben sie ihren richtigen Platz gefunden. Echte Versöhnung schließt
       immer Vergeben und Vergessen ein. Die Geschichte vergisst nur, wenn
       die Wunden ihrer Taten und Untaten geschlossen sind.

     
      

       

 

 

 

 

 

 

 

      
          Gedenktafel  in der Grabower Kirche:

      

 

 

 

 

   

        Literatur:
      
      - O. Kurz: Grabow in Kriegszeiten und als Garnision, 1618 - 1918,
        Grabow 1937
      - Grabower Stadtgeschichten 2018
      - http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/grabow_1808-1813_1870-71_1904_mvp.htm


       Anmerkungen:
:
       Das Grabower Denkmal war wirklich nichts Besonderes.
  
    Auch in Ludwigslust gab es ein ähnliches Siegerdenkmal am Platz vor
       dem Schweriner Tor. Es wurde 1882 eingeweiht. Oberhalb der Säule
       thronte die Siegesgöttin Victoria.
       In den 50-er Jahren wurde das Denkmal  wegen Baufälligkeit abgetragen.

       Die Namen der gefallenen Dragoner befinden sich in der Ludwigsluster
       Stadtkirche rechts und links von der Fürstenloge.
 

      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   
  
   Nach dem siegreich verlaufenen Krieg 1870/71 ließ Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin eine 23m hohe Siegessäule erbauen,
   die 1874 feierlich eingeweiht wurde und auch heute noch zu bewundern ist.

   Mehr hierzu unter: wikipedia Siegessäule Schwerin

 

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