Grabow und die Elde


   Aus dem Jahre 1186 kennen wir die erste urkundliche Erwähnung einer „Burg Grabow“ als Grenzpunkt an der Elde. Die Stadt Grabow
   entwickelte sich zwischen zwei Eldearmen und erhielt 1252 Stadtrecht durch den Grafen von Dannenberg.
  
Im Mittelalter war Grabow ein befestigter Ort zwischen den Eldearmen, mit zwei Stadtoren, dem Rehberger Tor und dem Mühlentor.
   Zwei Zugbrücken an diesen Toren schlossen die Stadt nach außen ab
.
    Eine unregelmäßige Wasserführung, geringe Tiefe und ein sehr
    windungsreicher Flusslauf ließen auf der Elde lediglich den
    Verkehr mit sehr kleinen Booten geringer Tiefe zu.
    Die Elde verlief etwa so wie wir es heute noch bei der Alten Elde
    im Bereich von Güritz auf nebenstehendem Bild sehen.

    Einen Schiffverkehr auf der Elde einzurichten hatten bereits die
    mecklenburgischen Herzöge Magnus II. und Balthasar im
    15. Jahrhundert versucht. Die Kaufleute aus Wismar suchten für
    den Salzhandel einen direkten Wasserweg, auf dem Lüneburger
    Salz von der Elbe nach Wismar gebracht werden konnte.
    Dieses Vorhaben scheiterte an nicht ausreichenden Finanzen
    und fehlenden Nutzungsrechten für das Eldeteilstück auf
    brandenburgischem Gebiet.

    Lange Zeit war von dem Projekt keine Rede mehr. 1566 ließ Herzog Johann Albrecht I. vier Schleusen an Stör und Elde errichten. Man
    beschloss die Probleme mit den Brandenburgern durch einen Kanal von Eldena bis Dömitz zu lösen. Der Bau dieses Elde-Seitenkanals
    wurde 1568 begonnen und 1572 fertiggestellt.  Nach Vergrößerung einiger Schleusen und Mängelausbesserungen wurde im März 1575 den
    Städten Magdeburg und Hamburg vermeldet, dass jetzt eine Fahrt von Viecheln am Nordufer des Schweriner Sees bis an die Elbe möglich
    war. Die damals verkehrenden Schiffe konnten bei einem Tiefgang von 2 Ellen (1,15 m) etwa 12 Last (24 t) Güter transportieren.

    Der wirtschaftliche Aufschwung zu Beginn des 19. Jahrhunderts machte den Bau und die Erweiterung der Transportwege in Mecklenburg
    notwendig. Es erfolgten Modernisierungen von Schleusen, Erneuerungen der Eldebrücken und Begradigung der Elde durch weitere
    Kanalabschnitte.


    Für die Stadt Grabow von besonderer Bedeutung waren:

    1796 Erneuerung der Serrahnbrücke
             als Brücke mit einem steinernen Gewölbe

    1801 Erneuerung der Rehberger Brücke
             als steinerne Bogenbrücke

    1826 – 1829 Bau der Chaussee  Hamburg - Berlin,
                         die durch Grabow führt

    1840 – 1846 Bau der Eisenbahn Hamburg – Berlin,
                         Grabow erhält eine Eisenbahnstation

    1885 Bau des Kanals
             von Hechtfortschleuse nach Neustadt/Glewe

    1887 Bau des Kanals
             von Grabow nach Freesenbrügge und Güritz

    1888 Rehberger Brücke erhält einen höheren Bogen aus Stahl

    1889 Bau einer neuen längeren Kaimauer im Grabower Hafen

    1996 Bau der Umgehungsstraße B5, Brücken über den
             Eldekanal und die Alte Elde



    Im Folgenden stellen wir Bilder über die Elde in Grabow und die
    Brücken über die Elde als PDF-Dateien zusammen, die sicher
    beim Betrachten so manche Erinnerungen wecken.

 

                                                                   Elde in Grabow                                                        Brücken in Grabow


 
                                                                                                                                                                                                                          

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