Jüdischer Friedhof

                        
  
Der jüdische Friedhof in Grabow wird 1794 das erste Mal erwähnt.
   Er wurde bis i
n die 1930er-Jahre belegt und hat alle Unbilden der
   Nazi-Zeit mit nur leichten Beschädigungen überstanden.

   1900 lebten in Grabow noch 19 jüdische Einwohner. Ein halbes
   Jahrhundert zuvor waren es 43 gewesen, ein halbes Jahrhundert
   danach jedoch keine mehr.

   1952 wurde bei der Umgestaltung des Friedhofes zu einer
   Gedenkstätte dieser weitgehend abgeräumt. 17 Grabsteine 
   blieben erhalten und wurden halbkreisförmig aufgestellt.

   1988 wurde der Friedhof wiederum hergerichtet.
   Dabei wurde um die Grabsteine ein schmiedeeiserner Zaun
   gesetzt. Bei der Restaurierung der Grabsteine hat sich
   besonders Steinmetzmeister Bernhard Senff verdient gemacht.

 




      Als Familiennamen finden wir u.a. Lichtenstein, Simon, Arnheim, Herz, Levi, Salomon
      und Wulff.

      Einer der schönsten Grabsteine ist jener, der auf dem nebenstehenden Bild gezeigt
      wird, für "TÄUBCHEN ARNHEIM, GEBORENE SIMON".


      Literatur:
      - Jürgen Borchert, Detlef Klose: Was blieb ..., Jüdische Spuren in Mecklenburg,
        Berlin 1994

     - Ursula Hohmann: Juden in Mecklenburg - Vorpommern
       http://www.ursulahomann.de/JudenInMecklenburgVorpommern/komplett.html


     - Bernd Kasten: Verfolgung und Deportation der Juden in Mecklenburg 1938 - 1945,
       Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg Vorpommern,
       darin: Juden aus Grabow, S. 34

    

 
 


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