Hirschstein

    
An dem Weg von Kolbow nach Wabel findet man einen Hinweis auf ein jagdliches Denkmal, den so genannten Hirschstein.
Hier hat Großherzog Friedrich Franz IV. im Jahre 1913 einen 20 Ender geschossen.

 

Friedrich Franz IV. (1882 – 1945) war der letzte regierende Großherzog des Landesteiles Mecklenburg-Schwerin. Er regierte von 1897 bis 1918.  Mit der Novemberrevolution 1918 wurde die Mecklenburger Herrscherfamilie enteignet.

Im Rahmen der Fürstenabfindung erhielt Friedrich Franz IV.
das Jagdschloss Gelbensande zurück und wohnte dort bis
1921. Danach lebte er bis 1945 meist im Schloss Ludwigslust, das wie auch das herzogliche Alexandrinen-Cottage in Heiligendamm als Sommersitz im Besitz der herzoglichen Familie geblieben ist.


 

 

 


 

Der Hirschstein ist relativ schwer zu finden.
An dem Weg von Kolbow nach Wabel befinden sich die nebenstehenden Wegweiser.


   

 


    In der Chronik über das domaniale Kirchdorf Muchow berichten Elisabeth und Lothar
    Kluck über die Errichtung dieses Denkmales:
    Nach dem Willen des Herzogs sollte am Erlegungsort des Hirsches eine Eiche
    gepflanzt werden. Da die gepflanzte Eiche nicht ordentlich wachsen wollte, wurde 1926
    ein Findling aus dem Spornitzer Revier mit der Inschrift
                                                        20 Ender
                                          erlegt von S. K. H. Großherzog
                                                   Friedrich Franz IV.
                                                      den 22.9.1913
    aufgestellt.
    1945 erhielten Forstarbeiter den Auftrag, den Stein zu beseitigen. Er wurde vergraben.
    1986 wurde der Stein wieder freigelegt und erneut aufgestellt.

    Weiterhin ist bekannt:
    Der Herzog reichte die Trophäe zur Deutschen Geweihausstellung 1914 in Berlin ein.
    Dafür erhielt er als Ehrenpreis Seiner Majestät des Kaisers und Königs - den
    Kaiserbecher für den stärksten in freier Wildbahn geschossenen Hirsch des Jahres
   1913.

   Literatur:
   Elisabeth und Lothar Kluck: Entwurf zu einer Chronik des domanialen Kirchdorfes
   Muchow, herausgegeben durch die Gemeinde Muchow anlässlich der 625-Jahrfeier
   2002

                                                                                                                                                                                                          

Zurück