Förster Glandt

  
Bei einer Wanderung durch den Hornwald gelangt man zu dem abgebildeten Denkmal.
Warum wurde dem Stadtförster Glandt ein Denkmal gesetzt?

Der Hornwald wurde 1450 durch Schenkung des Herzogs Heinrich IV. Eigentum der Stadt Grabow.

Aber die Stadt Grabow hat an dem Hornwald lange Zeit wenig Freude und Nutzen gehabt. Die umliegenden Dörfer haben aus Tradition den Hornwald als Weidegebiet genutzt. Das Vieh wurde schlecht beaufsichtigt. Der ständige Vieheintrieb und die dadurch entstehenden Schäden machten eine ordentliche Waldwirtschaft nahezu unmöglich.

Die Stadt Grabow führte fortlaufend Prozesse mit den umliegenden Dörfern. Über viele Jahre hindurch wurden Verhandlungen geführt. Erst 1827 wurde der zwischen dem Großherzoglich Mecklenburg-Schwerinschen Kammer-Collegio und der Stadt Grabow über die Separation des Hornes geschlossene Vertrag vom Großherzog bestätigt.

Dieser Vertrag schuf klare Rechtsverhältnisse. Die Stadt trat in diesem Vertrag 900 ha des südlichen Teiles des Hornwaldes ab, behielt dafür aber 1280 ha befreit von Berechtigungen anderer Dörfer. Die Stadt Grabow hat dann in jahrzehntelanger Arbeit planvoll aus einem unzugänglichen und ertragslosen Sumpfgebiet einen Wirtschafts-wald von großer Leistungsfähigkeit geschaffen.

Es war eine Lebensarbeit des Stadtförsters Glandt, dem die Stadt Grabow im Horn in Anerkennung seiner Verdienste einen Gedenkstein gesetzt hat.

Eine forstliche Pionierarbeit, die nur möglich war, da der Bürgermeister der Stadt mit Verständnis und Weitblick den Vorschlägen des Forstmannes folgte und die entsprechenden Mittel für die Erweiterung und Pflege der Waldbestände bereitstellte. Der Bürgermeister Geh. Hofrat Dr. Floerke hat hier wie bei vielen Aufgaben der Stadt außerordentlich segensreich gewirkt.
                                                                                                                                                                                                                          

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