Willi Fründt

                        
Verhaftet nach dem 20. Juli 1944

Nach dem misslungenen Anschlag auf Hitler durch Claus Schenk Graf von Staufenberg am 20. Juli 1944 setzten auch in Mecklenburg umfangreiche Untersuchungen, Verfolgungen und Verhaftungen ein.

Hitler und Himmler beschlossen, eine großangelegte Verhaftungswelle im gesamten Reichsgebiet durchzuführen. Es wurden mehr als 5.000 Personen in Haft genommen, in der Mehrzahl Kommunisten und Sozialdemokraten. Die unter dem Namen „Aktion Gewitter“ durchgeführten Verhaftungen machten keinen Unterschied zwischen Personen, denen etwas vorgeworfen werden konnte, und solchen, die sich nichts hatten zu schulden kommen lassen. Einziges Zugriffskriterium war das einer früheren Mitgliedschaft in KPD, SPD oder Zentrumspartei. Die übergroße Mehrheit der Verfolgten hatte mit den Ereignissen des 20. Juli nichts zu tun.

Einige im Zuge der „Aktion Gewitter“ Verhafteten wurden nicht wieder freigelassen, sondern zur weiteren Verwahrung in ein Konzentrationslager überstellt. Aus Mecklenburg betraf das auch den Kommunisten Willi Fründt aus Grabow.

Er wurde mit weiteren Kommunisten und Sozialdemokraten aus Mecklenburg in das KZ Neuengamme interniert, wo er am 24. Dezember 1944 ermordet wurde.

Nach Willi Fründt wurde in Grabow eine Straße benannt und die nebenstehende
Gedenktafel angebracht.

Literatur:

Widerstand gegen das NS-Regime in den Regionen Mecklenburg und Vorpommern,
Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern, darin:

Mario Niemann, Rostock: Der 20. Juli 1944 in Mecklenburg und Pommern,
S. 90 -102

 

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