Abeitsdienstlager in Grabow

  
     
   Am 5. Juli 1931 wurde durch Erlaß des Reichspräsidenten
   die Förderung des freiwilligen Arbeitsdienstes begonnen.
   Man wollte die hohe Arbeitslosenzahl verringern und junge
   Menschen für solche Arbeiten heranziehen, die von der
   Wirtschaft sonst nicht geleistet wurden.

   In Grabow gab es den „Freiwilligen Arbeitsdienst“ bereits
   ab 1932. Der Grabower Förster Werner Grunow schreibt
   über den Arbeitsdienst:
   Voraussetzung für den Arbeitsdienst war, dass örtlich
   ausreichende Arbeitsvorhaben gesichert waren. Es
   mussten viele tausende Tagewerke bereitgestellt werden.
   Das Grabower Forstamt lieferte durch Ödlandaufforstung
   Wegebau, Entwässerung und Melioration diesen
   Arbeitsvorrat. Die Bereitstellung und Betreuung dieser
   Arbeitsvorhaben war eine  beträchtliche Belastung für das
   Forstamt.

   Angehörige des Arbeitsdienstes waren anfangs in der
   Bolbrüggeschen Mühle untergebracht. Diese Unterkunft
   reichte bald nicht mehr aus.

   So wurde am 5. Mai 1934 ein Barackenlager am
   Neukarstädter Weg bezogen. Zunächst wurde das
   Muchower Moor ca. 105 ha entwässert.
   Weitere Einsätze erfolgten bei Aufforstungs- und
   Meliorationsarbeiten.

  




   Die Bezeichnung des Arbeitsdienstlagers war:

  
   Reichsarbeitsdienst
  
Arbeitsgau VI   Mecklenburg
   Abteilung 4/63
   Paul Bronsart von Schellendorff

   Das Lager wurde benannt nach
   Paul Bronsart von Schellendorff (1832 - 1891)
   einem preußischen General der Infanterie sowie
   Staats- und Kriegsminister.

 

 



 

   Als PDF-Dateien geben wir an:  1. Bilder vom Arbeitsdienstlager in Grabow

                                                 2. Der Arbeitsdienst in Mecklenburg, aus: Aufstieg und Untergang des Nationalsozialismus in Meclenburg von 1924 bis 1945
                                                                                                              Autor: Christian Madaus

                                                 3. Der freiwillige Arbeitsdienst ....Das Werkhalbjahr der Abiturienten, aus dem Taschenbuch der Universität Greifswald 1933

                                                                                                                                            Zurück