Lassahner Straße

                                  
 
  Das Dorf Lassahn ging schon im 14. Jahrhundert unter. Die Hufen dieses Dorfes
  gingen in den Besitz Grabower Bürger über. Es war die Zeit der Raubritter,
  in der die Einwohner der Städte besser geschützt waren als die Bevölkerung
  auf dem Lande.
  Besonders gewalttätig waren die Plessens (auf der Burg Marnitz), die Quitzows,
  die Bülows, die Rohrs und die Putlitzs (in der Prignitz).

  Über den Untergang Lassahns berichtet die Sage, dass die gottlosen Einwohner
  dieses Dorfes (am Galgenberg gelegen) zur Kirchzeit lieber in der Kneipe
  saßen. An einem Sonntag öffnete sich die Erde und verschlang das ganze Dorf,
  während die Lassahner, die die Kirche besucht hatten, verschont blieben.

  Unter gingen ferner das Dorf  Vergelatz und Wendisch-Grabow (an der Löcknitz),
  Dewitz (bei Blievenstorf), Nien-Bomekule (bei Ziegendorf), als Bauerkuhl später
  wieder errichtet.

  1390 bestand das Dorf Lassahn nicht mehr. Hart an der Ostseite des Galgen-
  berges in Richtung Kronsberg erinnert der Flurname "Dörpstell", also Dorfstelle,
  an den Ort, wo sich einst Lassahn befunden hat.

 




 

Literatur:

  - Havemann: Bilder aus der Grabower Geschichte, 3. Grabow in der
    Raubritterzeit, Land und Leute 1957, Heft 8, Seite 234 - 237

  - Werner Zühlsdorff: Flurnamenatlas des südlichen Südwestmecklenburg,
    Veröffentlichungen des Instituts für Slawistik, Berlin,
    Akademie-Verlag 1970

 


 

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